LINSTOR und Consumer-SSDs
Beobachtung
LINSTOR und DRBD erzeugen durch synchrone Replikation, Metadatenoperationen und Resynchronisierungen mehr IO als nicht replizierter lokaler Storage. Die im Cluster home-tamay-cloud eingesetzten Patriot P220 sind Consumer-SSDs ohne DRAM-Cache. Unter anhaltender Schreiblast, zufälligen Schreibzugriffen und während DRBD-Resynchronisierungen zeigen sie hohe und ungleichmäßige Latenzen.
Die Leistungsfähigkeit des gesamten Storage-Stacks wird durch das zugrunde liegende physische Medium begrenzt. Softwareseitige Optimierungen können die Einschränkungen langsamer Consumer-SSDs reduzieren, aber nicht vollständig ausgleichen.
Erkenntnis
Die Patriot P220 sind für einfache lokale Volumes funktional nutzbar, stellen bei synchron replizierten und schreibintensiven Workloads jedoch einen wesentlichen Engpass dar. Zusätzliche Schreibzugriffe durch DRBD wirken sich besonders stark aus, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig kleine zufällige und synchrone Schreiboperationen durchführen.
Problematische Situationen sind insbesondere:
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Datenbank-Workloads
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DRBD-Resynchronisierungen
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Parallele Random-Write-Last
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Mehrfach replizierte Volumes
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Anwendungen mit häufigen synchronen Schreibzugriffen
Konsequenz
Replikation wird nur eingesetzt, wenn sie einen tatsächlichen Verfügbarkeitsgewinn bietet. Anwendungen mit eigener Replikation verwenden lokalen LINSTOR-Storage ohne DRBD. Schreibintensive Anwendungen werden nach Möglichkeit auf dem NVMe-Storage-Pool betrieben.
Die Patriot P220 sollen langfristig durch Enterprise-SSDs mit DRAM-Cache, Power-Loss-Protection, hoher Schreibhaltbarkeit und vorhersehbaren Latenzen ersetzt werden.